Ausstellung bald in Chur

Die Sonderausstellung über die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg wurde in Luzern zu einem grossen Erfolg. Wer sie im Frühjahr nicht sehen konnte, bekommt nun eine neue Gelegenheit:

Vom 22. November 2011 bis zum 31. Januar 2012 gastiert die Wanderausstellung in Chur. Unter der Website der Veranstalter finden sich alle Informationen über die Ausstellung und das Begleitprogramm.

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Herzlichen Dank

Leider ist die Sonderausstellung mit dem Ende der Veranstaltungsreihe am vergangenen Dienstag endgültig zu Ende gegangen. Unser Projekt wurde zum grossen Erfolg: Im März war die Ausstellung jeden Tag immer gut besucht, ebenso wie die diversen Veranstaltungen im Rahmenprogramm. Besonders eindrücklich waren die ausverkauften Vorstellungen der Musicalgruppe. Doch auch die Vorlesungsreihe vom Dienstagabend stiess auf grosses Interesse, was uns und die ReferentInnen sehr freute.

An allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön. Ohne Ausstellungsmacher, TänzerInnen, ReferentInnen, HelferInnne, das Projektteam und die StudentInnen wäre das nicht möglich gewesen, ebensowenig wie ohne die grosse Unterstützung durch das Team des Historischen Museums Luzern und andere Institutionen sowie unsere Sponsoren. Wir wünschen allen eine gute Zeit.

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Abendvortrag: Afrika zwischen Vision und Realität

Ruedi KüngAm Dienstag, 31. Mai um 17.15 Uhr referiert lic. phil. Ruedi Küng zum Thema «Afrika zwischen Klischee und Realität». Küng beschäftigt sich seit 30 Jahren mit Afrika und hat insgesamt über zehn Jahre in Uganda, Südafrika, Sudan und Kenia gelebt. Er bereiste als Afrikakorrespondent von Schweizer Radio DRS 12 Jahre den afrikanischen Kontinent südlich der Sahara. Heute arbeitet er mit seiner Firma InfoAfrica selbständig als Afrikaexperte.

Afrika nimmt in unserer Öffentlichkeit eine marginale Stellung ein. Und wenn von Afrika öffentlich die Rede ist, geschieht dies meistens in negativem Zusammenhang. Kriege, Konflikte, korrupte Herrscher, Armut, AIDS und kriminelle Immigranten sind einige der Themen, die wir mit Afrika verbinden. Welches sind die Hintergründe dieses schlechten Images? Und wie berechtigt ist das negative Bild, das viele von Afrika haben? Eine nüchterne Analyse kann die schweren Probleme Afrikas nicht wegreden. Diese sind jedoch in den Kontext umfassenderer Realitäten auf dem afrikanischen Kontinent zu stellen.

Ort: Union, Löwenstrasse 16, Raum U 1.03 (grosser Festsaal im 1. OG).
Mehr Informationen zur Reihe unter Abendvorträge.

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Abendvortrag: «Du schwarz, ich weiss»

Marita Haller-DirrAm Dienstag, 17. Mai um 17.15 Uhr referiert Dr. Marita Haller-Dirr zum Thema «’Du schwarz, ich weiss.’ Afrika-Vorstellungen der Schweizer Kapuziner-Brüder und Baldegger Schwestern im 20. Jahrhundert».

Seit 1921 waren Schweizer Kapuziner-Brüder und Baldegger Schwestern in Ostafrika als Missionare und Missionarinnen tätig. Die Brüder und Schwestern gingen aus tiefster christlicher Überzeugung und ohne grosse kulturelle Vorbereitungen nach Afrika, um zu missionieren, also nach europäischem Muster Lebensweisen zu ändern. Insofern ist ihr Tun als Sendungsgeschichte westlicher Prägung zu sehen. Die Missionsgeschichte Afrikas ist zuerst einmal ein Kapitel europäischer Kirchengeschichte. Man wollte Gott bringen und geben, weil man glaubte, ihn zu besitzen, und reduzierte zum Teil Evangelisierung auf blosse christliche, westliche Systemerweiterung. Man verpflanzte Institutionen, Symbole, Begriffe und Moralvorstellung aus der christlich-europäischen Kultur fraglos in andere Kulturen. Diese Meinung lag im Trend der Zeit, aber sie verfälschte das Bild von Afrika. Dieses Bild soll erarbeitet werden anhand von verschiedenen Berichten und Briefen, welche von Brüdern und Schwestern geschrieben wurden, anhand von Fotos und Filmen, die sie zu Werbezwecken in die Schweiz schickten und anhand der Methoden, wie Spenden gesammelt werden sollten. Dazu gehören die Missionschilbi, die Fasnachsneger, das Nicknegerli, die Bezahlung einer Heidenkindtaufe, der Seraphische Messbund und vieles mehr.

Ort: Union, Löwenstrasse 16, Raum U 1.03 (grosser Festsaal im 1. OG).
Mehr Informationen zur Reihe unter Abendvorträge.

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Abendvortrag: Koloniale Bilderträume

Am Dienstag, 3. Mai um 17.15 Uhr referiert Dr. Wolfgang Fuhrmann zum Thema «Koloniale Bilderträume – Afrika im frühen Kino». Fuhrmann arbeitet am Seminar für Filmwissenschaft der Universität Zürich.

Das Kino galt als das “Fenster zur Welt”. Der Zuschauer bereiste im Film ferne Länder und Kontinente, wobei es sich überwiegend um koloniale Territorien handelte. Der Vortrag diskutiert die Rolle des Films im kolonialen Kontext. Wie kamen Bilder nach Europa? Was war, wie sah Afrika im Film aus, und was bedeutete Afrika für den historischen Zuschauer?

Ort: Union, Löwenstrasse 16, Raum U 1.03 (grosser Festsaal im 1. OG).
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Abendvortrag: Zwischen Massaker und Menschlichkeit

Raffael ScheckAm Dienstag, 19. April um 17.15 Uhr referiert Prof. Dr. Raffael Scheck zum Thema «Zwischen Massaker und Menschlichkeit – Die Behandlung der schwarzen französischen Kriegsge-fangenen durch die deutsche Wehrmacht, 1940-1945». Scheck ist Professor für europäische Geschichte der Neuesten Zeit am Colby College in Waterville, Maine.

Schwarze Kriegsgefangene aus Westafrika wurden von der Wehrmacht im Frankreichfeldzug 1940 oft massakriert. Das Verhalten der deutschen Wachtruppen änderte sich jedoch so tiefgreifend, dass am Ende des Krieges der französische Geheimdienst vermutete, die Deutschen hätten durch gezielt humane Behandlung der Schwarzen das französische Kolonialreich destabilisieren wollen. Wie erklärt sich diese veränderte Behandlung, welche im Widerspruch zu der allgemeinen Radikalisierung der nazideutschen Politik gegenüber anderen als “minderwertig” eingestuften Gruppen steht?

Ort: Union, Löwenstrasse 16, Raum U 1.03 (grosser Festsaal im 1. OG).
Mehr Informationen zur Reihe unter Abendvorträge.

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